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Vermißte Kinder in der Schweiz


SOKO REBECCA - Interkantonale kriminalpolizeiliche Arbeitsgruppe für die Fahndung nach vermißten Kindern

Im Juni 1990 verabschiedete die "Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz" (KKPKS) Richtlinien für die Fahndung nach vermißten Kindern.

Dabei wurde u.a. festgehalten, daß die Fahndung nach vermißten Kindern mit besonderer Dringlichkeit zu behandeln sei, und daß die entsprechenden Fälle von einer gesonderten Arbeitsgruppe - unter der Aufsicht der „Schweizerischen Kriminalkommission" (SKK) - bearbeitet werden sollen.

Auf dieser Grundlage verfügte die Kriminalkommission im April 1992 die Einsetzung der entsprechenden Arbeitsgruppe.

Bereits 1982 war aus aktuellem Anlaß eine ähnliche Arbeitsgruppe ins Leben gerufen worden, um der damaligen Häufung von Kapitalverbrechen an Kindern mit vereinten Kräften wirksam entgegentreten zu können.

Für die Sachbearbeiter stand damals ein Fall im Mittelpunkt, der interkantonal koordinierte Ermittlungen und Datenabgleiche erforderte: ein 8 jähriges Mädchen, Rebecca Bieri, wurde am 15. August 1982 in einem Dorf im Kanton Bern tot aufgefunden, nachdem sie während fast fünf Monaten als vermißt gegolten hat.

Eine aus kriminalpolizeilichen Sachbearbeitern mehrerer Polizeikorps zusammengesetzte Arbeitsgruppe arbeitete fortan unter dem Kennwort

SOKO REBECCA.

Die Arbeitsgruppe setzt sich aus einer Kernmannschaft vorwiegend aus kriminalpolizeilichen Sachbearbeiter/innen der von Fällen betroffenen Polizeikorps zusammen.

Das Mitwirken anderer Polizeikorps ist erwünscht, insbesondere um den Informations- und Erfahrungsaustausch flächendeckend betreiben zu können.

Heute wirken Vertreter/innen aus zehn Polizeikorps in der engeren Arbeitsgruppe mit, die sich regelmäßig zweimal pro Jahr oder in kürzeren Abständen nach Bedarf treffen; gesamtschweizerisch treffen sich die Spezialisten/innen sämtlicher Polizeikorps der Schweiz in einer erweiterten Arbeitsgruppe alle zwei Jahre.

Die Leitung der SOKO REBECCA liegt bei der Kriminalabteilung bei der Kantonspolizei Bern.

 

Peter Perjesy aus Ulisbach-Wattwil SG
geboren am 28. Januar 1967, vermißt seit 22. September 1981

 

Am 22. September 1981 besuchte der damals 141/2-jährige, braunhaarige Peter Perjesy das von seinem Vater geleitete Tischtennistraining im Risischulhaus in Wattwil SG.

Er verließ um 20 Uhr den Trainingsplatz und wird seither vermißt.

Sein abgeschlossenes Fahrrad mit der Jacke blieb im Velounterstand an der Friedhofstraße in Wattwil zurück.

Foto Peter Perjesy

Sachdienliche Hinweise nimmt die Kantonspolizei St. Gallen, Tel. 071 229 49 49, oder die Kantonspolizei Bern, Tel. 031 634 41 11, entgegen.

  Peter Roth aus Mogelsberg SG
geboren am 7. November 1976, vermißt seit 12. Mai 1984
Foto Peter Roth

Am 12. Mai 1984 um ca. 1200 Uhr befand sich der damals siebeneinhalbjährige Peter Roth auf dem Heimweg vom Schulhaus in Nassen SG an den elterlichen Wohnort im Weiler Aachmüli (Gemeinde Mogelsberg). 

Zuletzt wurde er beim Lebensmittelgeschäft Winteler gesehen, wo er für sich und einen Schulkameraden je eine Packung Pommes Chips kaufte. 

Beim Heustadel, der sich auf dem Schulweg befindet und zk. 300 Meter vom Elternhaus entfernt, ist, wurde die leere Chips-Packung gefunden. Ab dieser Stelle und seither fehlt von Peter Roth jede Spur.

Peter Roth hat dunkle Haare und braun-graue Augen.

Für Hinweise, die zur Klärung des Falles führen, ist eine Belohnung von 10'000 Franken ausgesetzt worden.

 

Sachdienliche Hinweise nimmt die Kantonspolizei St. Gallen, Tel. 071 229 49 49, oder die Kantonspolizei Bern, Tel. 031 634 41 11, entgegen.

 
  Sylvie Bovet aus Neuenburg
geboren am 1. Mai 1973, vermißt seit 23. Mai 1985
 

Am 23. Mai 1985 begab sich gegn 19 Uhr die damals zwölfjährige Sylvie Bovet, in Begleitung einer Erzieherin und eines andern Mädchens, vom Ferienheim „La Rouveraie" (Gemeinde Bevaix NE) aus auf einen Waldspaziergang.

Auf dem Rückweg, ungefähr 100 Meter vor der Weggabelung, welche zum Ferienheim führt, lief Sylvie ca. 30 Meter vor den andern.

In einer Kurve verlor die Erzieherin das Kind aus den Augen.

Sie ging davon aus, daß Sylvie selbständig zum Haus zurück gekehrt sei.

Als sie feststellte, daß dies nicht der Fall war, leitete sie sogleich eine Suchaktion ein.

Diese blieb jedoch erfolglos. Sylvie Bovet hat cerebrale Lähmungen und ist Epileptikerin.

Sie hat schwarze Haare und braune Augen.

Foto Sylvie Bovet
Sachdienliche Hinweise nimmt die Kantonspolizei Neuenburg, Tel. 032 888 90 00, oder die Kantonspolizei Bern, Tel. 031 634 41 11, entgegen.
  Sarah Oberson aus Saxon VS
geboren am 13. Dezember 1979, vermißt seit 28. September 1985
Foto Sarah Oberson

Am 28. September 1985 verliess die damals sechsjährige Sarah Oberson ihr Elternhaus in Saxon VS um 1730 Uhr, um sich zu ihrer Großmutter zu begeben. Dort ist sie aber nie angekommen.

Im Verlauf der sofort eingeleiteten Suche wurde am gleichen Abend ihr Fahrrad unten an der Treppe gefunden, welche zur Turnhalle führt.

Um ca. 19 Uhr hatten zwei Jugendliche Sarah im Schulhof gesehen, ca. 50 Meter von ihrem Wohnort.

In den folgenden Tagen wurde die intensive Suche weiter geführt, wobei ein breiter Sektor zwischen Riddes und Martigny minutiös durchsucht worden ist, ebenso die Wohnhäuser des Dorfes.

Zum Einsatz kamen zeitweise auch Angehörige der Armee.

Für Hinweise, die zur Klärung des Falles führen, ist eine Belohnung von 50'000 Franken ausgesetzt worden.

Im Oktober 1998 ist die Stiftung Sarah Oberson gegründet worden, welche mit 230'000 Franken dotiert ist. Auf der Internet-Site http://www.SarahOberson.org/ wird der Fall geschildert; zudem werden betroffenen Eltern Ratschläge und Informationen im Zusammenhang mit dem Verschwinden eines Kindes angeboten.

 
Sachdienliche Hinweise nimmt die Kantonspolizei Wallis, Tel. 027 606 56 56, oder die Kantonspolizei Bern, Tel. 031 634 41 11, entgegen.  
  Edith Trittenbass aus Gaß-Wetzikon TG
geboren am 18. Dezember 1978, vermißt seit 3. Mai 1986
 

Am 3. Mai 1986 um 0800 Uhr hat die damals achtjährige, blonde Edith Trittenbass ihr Elternhaus in Gaß-Wetzikon TG verlassen und sich zu Fuß auf den Weg zum Schulhaus Wolfikon begeben.


Dort ist das Mädchen jedoch nicht eingetroffen. Es wird seither vermißt.

Für Hinweise, die zur Klärung des Falles führen, ist eine Belohnung von 20'000 Franken ausgesetzt worden.

Foto Edith Trittenbass
Sachdienliche Hinweise nimmt die Kantonspolizei Thurgau, Tel. 052 728 28 28, oder die Kantonspolizei Bern, Tel. 031 634 41 11, entgegen.

    ausdrucken    per Email versenden    bearbeiten 07.08.2007